Aussensportanlagen Schiers

Ersatzneubau & Sanierung

Die Aussensportanlagen sowie das Freibad der EMS Schiers sollen zeitgemäss erneuert und ergänzt werden. Die Anlage bietet zwei unabhängige und niveaugetrennte Nutzungen, die separat hindernisfrei erschlossen und gleichzeitig durch den zweigeschossigen Ersatzneubau des Sporthauses verbunden werden. Während die zum Sportplatz orientierten Garderoben die Räumlichkeiten der Dreifachturnhalle für den Turnunterricht ergänzen, sind die darüberliegenden Räumlichkeiten für das öffentliche Freibad bestimmt. Die Aussensportanlagen und das Schwimmbecken werden saniert und durch weitere Sportanlagen, einem Aussengeräteraum sowie einem Kleinkinderbecken ergänzt.

Ein zweigeschossiger Ersatzneubau an der Geländekante bildet den Übergang zwischen den verschiedenen Nutzungsebenen. Auf dem unteren Niveau des Sportplatzes ergänzt ein Massivbau die Technikräume, darüber erhebt sich ein leichter Holzbau mit Schmetterlingsdach. Während die Umkleide-Räumlichkeiten des Sportplatzes aufgrund der halbjährigen Nutzung beheizt werden, wird das über die Sommermonate betriebene Badehaus kalt und luftdurchströmt ausgeführt. Einzig der Teil um den Kiosk weist eine dichte Gebäudehülle auf und wird im Winterhalbjahr auf ein frostsicheres Niveau temperiert. 

Durch die Aufteilung des Raumprogramms in verschiedene Temperaturzonen kann der Dämmperimeter reduziert und die Erstellungskosten minimal gehalten werden. Die Materialisierung des Sockelgeschosses vermittelt zwischen der niveautrennenden Stützmauer und dem darüberliegenden Holzbau, während das Fassadenkleid die saisonale Nutzung zum Ausdruck bringt. Über die Sommermonate präsentiert sich das Sporthaus offen und empfängt Badegäste, währenddessen es sich über das Winterhalbjahr durch die umlaufende Fassadenschalung geschlossen zeigt.

Durch den punktuellen Eingriff am bestehenden Ort und dem reduzierten Materialeinsatz, konnte das Ausmass des Eingriffs klein gehalten werden. Dank kurzen Spannweiten wurde weitgehend unbehandeltes, einheimisches Schnittholz eingesetzt. Um jedoch erst gar nicht auf natürliche Ressourcen zurückgreifen zu müssen, konnte beispielsweise mit dem Erhalt des Technikraums möglichst viel wiederverwendet werden. Die erforderliche Wärmeenergie wird durch eine mittels PV-Modulen betriebenen Luft-Wasser Wärmepumpe bereitgestellt. Die Photovoltaikanlage lohnt sich ohnehin, da der Ertrag für die Betriebsdauer über die Sommermonate grösstmöglich ist und somit ein Grossteil des Eigenbedarfs gedeckt werden kann. Ergänzt wird die Freibadsanierung durch die Badwassertemperierung mittels Solarenergie.

 

 

 

 

Ersatzneubau und Sanierung 2025

Auftraggeber: Evangelische Mittelschule Schiers

Fotos: Andrea Badrutt